Der Indikator zeigt die jährlichen Emissionen an Feinstaub (PM10). Unter Feinstaub (PM10) versteht man Partikel, die kleiner sind als 10 Mikrometer. Dieser Staub ist ein physikalisch-chemisch komplexes Gemisch. Er entsteht bei industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen, Verbrennungsprozessen, mechanischen Prozessen (Abrieb, Aufwirbelung) sowie durch sekundäre Bildung (aus Schwefeldioxid, Stickoxid, Ammoniak und flüchtigen organischen Verbindungen). Feinstaub (PM10) ist in seiner Zusammensetzung sehr vielfältig und kann Schwermetalle, Sulfat, Nitrat, Ammonium, organischen Kohlenstoff, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder Dioxine/Furane enthalten.

Erläuterungen

Die Feinstaub-Emissionen sind aufgrund der Luftreinhaltemassnahmen (z. B. verschärfte Emissionsgrenzwerte bei Fahrzeugen) zurückgegangen. Die aktuelle Feinstaub-Belastung führt zu Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems, zu einer Zunahme des Krebsrisikos und der Sterberate. Zum Schutz der Gesundheit und der Ökosysteme hat deshalb die Reduktion der Feinstaub-Emissionen einen hohen Stellenwert in der Luftreinhaltung.

Methodik

Die Emissionen sind das Produkt aus der Jahresleistung der Aktivitäten in den Bereichen Industrie, Verkehr und Feuerungen und den jeweiligen schadstoffspezifischen Emissionsfaktoren. Die Daten werden mittels Erhebungen, Modellierungen und Berechnungen ermittelt.