Fläche an versiegelten Böden. Von Bodenversiegelung spricht man, wenn die Bodenoberfläche mit praktisch undurchlässigen Materialien abgedeckt oder überdeckt wird. Der Austausch von Wasser, Luft und Energie zwischen Atmosphäre und Boden wird praktisch verhindert. Von Bedeutung sind dabei vor allem Gebäude, Verkehrsflächen, Energieversorgungsanlagen und Deponien.

Erläuterungen

Die Versiegelung ist die einschneidendste Änderung der Bodenbedeckung, die durch menschliche Eingriffe in die Landschaft erfolgt. Der Boden verliert durch die Versiegelung den grössten Teil seiner natürlichen ökologischen Funktion, z.B. die Aufnahme von Regenwasser, die Produktion von Biomasse oder die Bindung von CO2 als Speicher und Filter. Durch die veränderte Rückstrahlquote von Licht, die stark von der Oberfläche abhängt, kann es kleinräumig auch zu Änderungen des Mikroklimas kommen. Durch Versiegelung ändert sich auch das Landschaftsbild von einer offenen zu einer stark technisierten Landschaft, die durch Gebäude oder Strassen geprägt ist. Dies kann den wirtschaftlichen Wert der Schweiz als attraktive Ferien- und Erholungsregion mindern. Die Bodenversiegelung kann prinzipiell rückgängig gemacht werden, indem sie wieder abgetragen wird. Allerdings sind die grundlegenden ökologischen Funktionen des Erdbodens durch die Abtragungen und die anderen Umstrukturierungen des natürlichen Untergrundes so weit gestört, dass eine Rückkehr zum ursprünglichen Zustand erst sehr langfristig wieder möglich ist.

Methodik

Zu den versiegelten Böden werden in der Arealstatistik (Nomenklatur der Bodenbedeckung NOLC04) folgende Kategorien gezählt:
- Befestigte Flächen (z.B. Verkehrsflächen)
- Gebäude
- Treibhäuser

Die Arealstatistik erhebt im Turnus von zwölf bzw. neun Jahren Informationen zur Bodennutzung und -bedeckung der Schweiz auf der Grundlage von Luftbildern des Bundesamtes für Landestopographie (Stichpunktprobenerhebung im Abstand von 100 x 100m; im Kanton Basel-Stadt 3'698 Punkte, im Kanton Basel-Landschaft 51'774 Punkte).

Für detaillierte Angaben zur Methodik siehe weiterführende Informationen.